Kann ich mit meinen Fotos Geld verdienen?

Kann ich mit meinen Fotos Geld verdienen? Tipps für Quereinsteiger der Stockfotografie. Mögliche Berufswege & Ausbildungen zum Berufsfotograf.
Kann ich mit meinen Fotos Geld verdienen? Tipps für Quereinsteiger der Stockfotografie. Mögliche Berufswege & Ausbildungen zum Berufsfotograf.
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Fotos & Geld verdienen

Kann ich mit meinen Fotos Geld verdienen?

Sicher kann man das! Die richtige Frage wäre nach dem „wie“. Also: Wie kann ich meine Leidenschaft für die Fotografie zum Beruf machen und damit den Lebensunterhalt zu bestreiten? Doch dafür jedoch braucht es etwas, was auch in anderen Kunstrichtungen mehr oder weniger den Schlüssel zum Erfolg darstellt.

Talent und Fleiß. Allerdings ist es in Deutschland durchaus möglich professionell und gewerblich als Berufsfotograf zu arbeiten, denn eine Ausbildung ist zur Ausübung des Berufes nicht zwingend notwendig. Jedoch sind bestimmte Berufsbezeichnung geschützt und setzten einen entsprechenden Abschluss voraus, wie Diplom-Foto-Designer, Fototechniker oder Fotodesigner (staatlich geprüft). Daher ergeben sich 2 mögliche Wege Fotografie berufsmäßig auszuüben:

(1) Wenn das Fotografieren als Leidenschaft mehr darstellen soll als nur ein Faible in der Freizeit, so bieten sich Wege die Fotografie vom Hobby zum Beruf zu machen.

(2) Oder, wer bereits früh sich für die Fotografie interessiert beziehungsweise einen Berufswechsel in Betracht zieht, dem bieten sich Möglichkeiten einer anerkannten Ausbildung mit Weiterbildungsmöglichkeiten (siehe Anerkannte Ausbildungsmöglichkeiten zum Fotografen weiter unten)

Stockfotografie

FotoliaInternet-basierende Bildagenturen sind Vertriebsplattformen über die Fotos (und auch andere Werke, wie Videos und Vektoren mittlerweile) online abgerufen und lizenziert werden können. Fotos werden von Fotografen hochgeladen und über die Fotoagenturen angeboten. Unterschieden wird meist in Makrostockagenturen – den hochpreisigen, als klassische Bildagenturen mit hochwertigem Service bekannt – und die niedrigpreisigen Mikrostockagenturen. Außerdem hat sich in den letzten Jahren zwischen beiden Agenturformen eine weitere etabliert: die Midstockagenturen im mittleren Preissegment mit Agenturservice.

Dass die Stockfotografie hier so weit oben abgehandelt, wird ist kein Zufall. Denn wer sich als Hobby-Fotograf Fragen zu beantworten versucht, wie beispielsweise: Kann ich als Fotograf Geld verdienen? oder Wie kann ich meine eigenen Fotos vermarkten? bedient sich höchstwahrscheinlich als erstes dem Internet. So wird man bereits mit den ersten Suchergebnissen mit dem Konzept der Stockfotografie konfrontiert: Unzählige Bilder stehen zum kostenpflichtigen Download in verschiedensten Preiskategorien und unterschiedlichen Lizenzmodellen zur Verfügung.

Vorarbeit

Selbst kostenfreie Fotos werden angeboten. Bei Anbietern mit kostenpflichtigen Downloads von Bildern erhält der Fotograf, der seine Werke anbietet, bei einem Verkauf einen prozentualen Anteil am Erlös seines Fotos. Allerdings geht diesem Prinzip eine Menge Vorarbeit voraus: Zuerst müssen eine oder mehrere passende Agenturen gefunden werden, Fotos ausgewählt, bearbeitet und verschlagwortet werden, um dann – so hofft man ja – von der Agentur / den Agenturen angenommen und zum Verkauf angeboten zu werden.

Wissenswertes

Auch wenn es schon weitreichend bekannt und unzählige Male zu lesen und zu hören war, so will ich der Vollständigkeit halber nochmals erwähnen, dass nur Fotos zum Verkauf angeboten werden,

  • deren Rechteinhaber man ist (also die eigenen Fotos)
  • für die es eine unterzeichnete Personen-Freigabe gibt, falls Personen abgelichtet sind (model release)
  • für die es eine unterzeichnete Objekte-Freigabe gibt, falls bestimmte Objekte abgelichtet sind (property release)

Außerdem werden von Bildagenturen die Fotos zu unterschiedlichen Lizenzmodellen angeboten. Diese entscheiden über den Preis des Bildes und die Verwendungsmöglichkeiten beim Erwerb:

Royalty free (RF) – Lizenzfrei

…oder besser ausgedrückt – lizenz-gebührfrei. Denn RF bedeutet nicht frei von einer Lizenz, sondern, dass nicht für jede Art oder Dauer der Verwendung eine neue Lizenz erworben werden muss. Als Käufer bezahle ich einmalig für ein Bild und kann es dann für gewöhnlich so oft ich will und wo ich will verwenden. Als Verkäufer des Bildes erhalte ich einen einmaligen Erlös von diesem Käufer für das Foto.

Lizenzfreiheit ist ein Nutzungsverfahren von urheberrechtlich geschützten Werken, bei dem ein Werk gegen eine einmalige, vom Urheber des Werkes festgelegte Nutzungsgebühr erworben wird und im Normalfall unbegrenzt oft, zeitlich unbegrenzt, in verschiedenen Medien und auch kommerziell verwendet werden darf. Die genauen, teilweise dennoch umfangreichen Bedingungen werden vertraglich geregelt. Lizenzfreiheit ist eine proprietäre Lizenzierungsform. Das Verfahren wird beim Vertrieb von Fotografien, Stock Footage, Schriften, Zeichnungen und anderen Grafiken verwendet.

(Quelle: Wikipedia)

Rights managed (RM) / licenced (L) – Lizenzpflichtige

Bei lizenzpflichtigen Bildern wird pro Verwendung eines Fotos eine Nutzungs- oder Lizenzgebühr erhoben, die sich in der Gebührenhöhe nach Art und Umfang der Verwendung sowie Verwendungszweck richtet. Das bedeutet, als Fotograf erhalte ich für ein Bild jedes mal ein Honorar, abhängig davon, was mit dem Foto geschehen soll. Die hat für Fotografen sowie auch für Abnehmer von Bildmateriel entscheidende Vorteile: Mittels RM hat ein Käufer die Möglichkeit Bilder exklusiv zu erwerben und als Anbieter profitiere ich von einem höheren Einkommen an diesem Foto. Lizenzpflichtiges Bildmaterial L (licenced) or RM (rights managed) wird überwiegen von Makrostockagenturen angeboten.

  • lizenzpflichtiges Bild („RM“, „rights managed“, „lizenzpflichtig“)

Bei einer lizenzpflichtigen Aufnahme wird der Preis entsprechend der Nutzungsart (Buch, Zeitschrift, Werbung, Katalog, …), der Auflage, dem Verbreitungsraum u.a. festgelegt.

(Quelle: Wikipedia)

Der Preis des Bildes wird natürlich auch von anderen Faktoren beeinflusst: Von der Größe des Bildes und von den Agenturpreisen.

Fotostockagenturen

Mikrostockagenturen eignen sich gut für Anfänger und Hobby-Fotografen ihr können unter Beweis zu stellen. Mit Bildmaterial, welches von Mikrostockagenturen angenommen wurde, können auch Hobby-Fotografen Geld verdienen. So mancher Hobby-Fotograf hat wohl schon den Traum von der Selbständigkeit als Fotograf geträumt. Einige leidenschaftliche Amateurfotografen haben auf diese Weise das Internet für sich entdeckt und damit einen neuen Karriereweg eingeschlagen. Wer sich bereits an einer Bildagentur versucht hat, weiß dass dies erst einmal eine ganze Menge Vorarbeit bedeutet, bevor das erste Bild verkauft werden kann.

Mikrostockagenturen

Nicht jede Agentur passt jedem Fotografen, seinen Vorlieben und Interessen, die er gern ablichtet. Der Verkauf von Bilder durch Mikrostockagenturen bedeutet in der Regel nur ein paar Cent bis ein wenige Euros Erlös pro verkauftem Bild. Daher auch der Begriff Micropayment-Fotografie. Auch wenn es nicht so einfach in der Praxis ist, dennoch ist es möglich, mit dem Verkauf der Bilder über Bildagenturen ein zusätzliches Einkommen zu sichern. Die Annahmekriterien für Bilder sind recht unterschiedlich bei den verschiedenen Bildagenturen. Im allgemeinen ist eine Anmeldung als Fotograf jedoch bei fast allen relativ schnell und problemlos getan.

So entwickelten sich neben den klassischen Bildarchiven die sogenannten Microstockagenturen (auch SMRP: Stockphoto Micropayment Royalty Free Portale genannt). Sie bieten Bilder ab einem Preis von unter einem US$ an. Diese werden von Hobbyfotografen zur Verfügung gestellt, die anschließend am Erlös beteiligt werden. Die niedrigen Preise lassen sich darüber hinaus durch ein sehr reduziertes Serviceangebot erklären.

(Quelle: Wikipedia)

Auswahl an Mikrostockagenturen:

Midstockagenturen

Als eine der drei verschiedene Modelle der Stockfotografie ist die Midstockagentur preislich zwischen Microstock und Macrostock anzusiedeln. Wobei die Preise für Bilder von ca. 10–100 Euro auch zwischen den verschiedenen Midstockagenturen variieren. Aber in der Regel wird ein guter Agentur-Service angeboten, wie es bei dem Makrostockagenturen der Fall ist.

Zwischen den hochpreisigen klassischen Bildagenturen und den niedrigpreisigen Microstockagenturen entstand in den letzten Jahren ein weiterer Markt: die sogenannten Midstockagenturen. Sie zeichnen sich einerseits durch günstige Preise aus, bieten andererseits aber einen vollwertigen Agenturservice an.

(Quelle: Wikipedia)

Makrostockagenturen | Klassische Bildagenturen

Der Service macht’s. Die teure (ab ca. 100 Euro aufwärts pro Bild) und exklusive Makrostock-Fotografie ist bekannt durch die traditionellen Bildagenturen mit einem exzellenten Service. Einige Makrostockagenturen sind spezialisiert auf Bildmaterial zu bestimmten Themen, wie Lebensmittel, Menschen und Tiere. Makrostockagenturen bieten neben dem Agenturservice einen entscheidenden Vorteil, der von gegenseitigem Nutzen für Käufer und Anbieter von Fotos ist: Fotos können als exklusives Bildmaterial angeboten werden. Der Fotograf profitiert von höheren Einnahmen pro Bild und der Käufer der Exklusivität der gekauften Bilder.

Auswahl an Makrostockagenturen:

Auftragsfotografie

Während Stockfotografie bedeutet, dass Fotos gesammelt und nach Bedarf online in Datenbanken verfügbar sind und gekauft werden können, ist die Auftragsfotografie eher als Gegenstück zu sehen: Oft sind Berufsfotografen freiberuflich oder im Anstellungsverhältnis, zum Beispiel für eine Zeitung, Verlag oder Agentur tätig, und arbeiten auf Bestellung. Das heißt, ein Auftraggeber tritt an den Fotografen heran und wünscht Aufnahmen zu einem ganz speziellen Thema. Auch selbständige Fotografen mit eigenem Studio erfüllen in dem Fall Auftragsarbeit für ihre Kunden, wenn beispielsweise Hochzeitsfotos oder andere Familienveranstaltungen abgelichtet werden sollen.

Die Berufsfotografie ist im Gegensatz zur Amateurfotografie die Bezeichnung für professionelle Tätigkeit im Bereich der Fotografie. Der Foto-Designer setzt seinen Schwerpunkt eher in der konzeptionellen Ausarbeitung von fotografischen Themen. Seine Arbeitsbereiche sind häufig die Werbung und die freie Kunst- sowie Autorenfotografie.

(Quelle: Wikipedia)

Professionelle Berufsfotografie

Natürlich bieten auch professionelle Fotografen ihre Bilder bei Stockagenturen an. Auftragsfotografie jedoch ist somit überwiegend der Arbeitsbereich professioneller Fotografen mit Ausbildung, wenngleich es in der Tat eine Reihe erfolgreicher Fotografen gibt, die selbst als Amateurfotograf begonnen haben und irgendwann mit viel Fleiß die Fotografie vom Hobby zum Beruf machten. Als Fotograf tätig zu sein bedarf theoretisch keiner Ausbildung, denn die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt.
Fotografie wird auch von Autodidakten ausgeübt, die schlicht die Bezeichnung Fotograf führen oder von früher die Berufsbezeichnung Foto-Designer verwenden. Auch die Berufe der Bildreporter, Bildjournalisten, Bildberichterstatter sind keine geschützten Berufsbezeichnungen, es bedarf hierbei keine Eintragung in die Handwerksrolle, wenn die Tätigkeit künstlerisch ausgelegt ist. Der Nachweis einer Ausbildung in Fotografie ist nach der Novellierung der Handwerksordnung, wie in vielen anderen Berufen auch, weggefallen.(Quelle: Wikipedia)

Dies gilt jedoch nicht für die Berufsbezeichnungen Fotodesigner (staatlich geprüft), Diplom-Foto-Designer (akademischer Grad) und Fotografenmeister (Meisterprüfung). Eine solche Berufsbezeichnung darf nur der tragen, wer eine entsprechende Ausbildung abgeschlossen hat. Wer selbstständig als Fotograf arbeitet, übernimmt auch die Verantwortung für den Betrieb seines eigenen Geschäft und muss im Vornherein sicherstellen, ob er neben künstlerisch und technischer Veranlagung auch ein gutes Gespür für die Vermarktung seiner Werke und die notwendigen kommunikativen Eigenschaften mitbringt. Auf den Punk gebracht, sollte jeder, der Fotografie über ein Hobby hinaus praktizieren möchte, mindestens in den folgenden Bereichen Interesse daran und eine Neigung dafür haben:

  • kreativ-gestalterisch
  • praktisch-konkret
  • sozial-beratend
  • kaufmännisch-organisatorisch

Professionell als Fotograf zu arbeiten bedeutet, gleichzeitig als Künstler und Handwerker tätig zu sein. Denn wie auch in anderen Bereichen der Kunst muss neben einem ausgeprägten Geschäftssinn auch ein hohes Maß an Kreativität mitgebracht werden, um sich als Fotograf Anerkennung und einen Namen zu schaffen.

Ausbildungen zum Fotograf

Dem Beruf mit der Abschlussbezeichnung Fotograf/Fotografin geht ein 3-jähriger staatlich anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk voraus, mit den möglichen Ausbildungsschwerpunkten Industrie- und Architekturfotografie, Porträtfotografie, Produktfotografie oder Wissenschaftsfotografie. Abschlussprüfung als Fotografengeselle/Fotografengesellin erfolgt vor einem Prüfungsausschuss der Handwerkskammer oder an einer Berufsfachschule. Voraussetzung hierfür ist der Hauptschul-, der Realschulabschluss oder das Abitur. Dies ist die Grundlage für ein mögliches weiterführendes Studium an einer Fachschule zum Meister in Fotografie (Fotografenmeister) oder zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Fotografie/Fototechnik. Alternativ bietet sich mit der Allgemeinen Hochschulreife auch ein Studium an einer Hochschule (Akademie, Kunsthochschule) oder Fachhochschule.

Anerkannte Ausbildungsmöglichkeiten zum Fotografen:

  • 3-jährige Ausbildung des nach der Handwerksordnung (HwO) anerkannten Ausbildungsberufes zum Fotograf/in in einem der Bereiche der Porträtfotografie, Produktfotografie, Industrie- und Architekturfotografie oder Wissenschaftsfotografie
  • Abschlussprüfung an einer Berufsfachschule in Deutschland
  • künstlerisches Studium an einer Hochschule (Akademie, Kunsthochschule) oder Fachhochschule bzw. Studiengang Master of Arts (M.A.)
  • wissenschaftliches Studium der Fototechnik zum Photo-Ingenieuren Bachelor of Engineering (B.Eng.).

Weiterlesen: Fotografie vom Hobby zum Beruf

 

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BabyDuda

Das bin ich: Vollzeit Arbeitnehmer. Vollzeit Selbstständig. Vollzeit Mutter. Klingt mathematisch unlösbar, ist aber in der Praxis durchaus real. In der Kürze der Zeit einer rasanten Welt, sucht Mancher nach Zerstreuung. In der Arbeit an meinen Blogs finde ich einen Teil dieser Zerstreuung. Davon gebe ich gern etwas ab, sofern Andere diese Interessen teilen...

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